Ein Adler auf der Lichtung sah
wie traurig schwer verletzt
ein Flügel ihm gebrochen war
von Wölfen nun gehetzt

Traurig blickt er zu mir rüber
ob er weiß was ich wohl denk
Herr der Lüfte fliege wieder
Flügel ich dir schenk

Langsam geh ich auf ihn zu
wie still er sitzt sich nicht bewegt
rede leise flüster nun
Adler ja du lebst

Ach Adler Herr der Lüfte du
lass näher kommen mich im nu
seine Augen sehn mich an
er zieht mich magisch zu sich ran

Ein Schritt noch dann bin ich bei ihm
wie still er sitzt ich ihn berühr
sanft ich seinen Flügel streichel
setz behutsam ihn in meinen Schoß
ein Ast so winzig und so klein
hing fest in seinem Federkleid

Behutsam zieh ich ihn heraus
schau er steigt zum Himmel auf
über mir er Kreise zieht
sein Schwingen leis klingt wie ein Lied

Lang noch schau ich zu ihm auf
Adler Herr der Lüfte
weiter steigt er nun hinauf
er sanft mich mit den Flügeln küsste

Leb wohl und wenn ich bin daheim
hab ich dein Bild vor Augen
meine Gedanken werden bei dir sein
ein Wolkenschloss dir bauen

 

 © K.H.