Ich ging im Wald spazieren
die Luft tat einfach gut
so tankt ich wieder Kraft
auch fand ich neuen Mut


Die Bäume sind erdrückend
doch fühlt ich mich so frei
das dichte Blätterwerk an ihnen
wirkt schützend auf mich ein


Setzt mich nieder lehnt mich an
vom Stamm umgeben weiches Moos
träumend blickte ich nach oben
was war im Astloch  denn da los


Ein Specht zart grün winzig klein
schaut auf mich nieder bin ganz leis
ich rühr mich kaum halt die Luft an
da rückte näher er heran


Er landet und nahm Platz
auf meinen Knien machte er Rast
was wollt er sagen dacht ich mir
wieso bist du auf einmal hier


Ich schloss die Augen träumt vor mich hin
hörte das Rauschen der Blätter im Wind
es war als wär im Traum ich gefangen
bekam Flügel bin in den Himmel aufgegangen


Wen ich dort traf an meiner Seite fand
war das der Specht der da nahm meine Hand
er lies mich vergessen die graue Welt
zeigte mir vieles hat so lieb erzählt


Ich lies mich fallen vergaß Raum auch Zeit
ach du im Himmel ich bin bereit
in deiner Nähe möchte immer sein
würd für die Menschen als Stern erschein


Geh mein Kind nimm meinen Segen
lass die Sonne in deinem Herzen leben
so wie du bist zeig dich der Welt
es gibt Menschen sie brauchen jemand der zu ihnen hält


Als ich erwachte aus meinem Traum
saß der Specht wieder oben auf jenem Baum
ich komme wieder diese magische Macht
ein Waldspaziergang gibt Mut wieder Kraft

 

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