Fürst der Finsternis
ich fürchte dich nicht
du hast uns genommen
nun bin ich gesandt
in dein Reich zu kommen


Mein Kleid legte ab
die Haare geschnitten
als Knabe getarnt
so bin ich geritten


Mein geflügeltes Ross
wart an der Hölle Rand
ich laufe weiter
durch das kahle Land


Die finstere Garde
am Rande des Nichts
die Wächter des Bösen
wurden gehetzt auf mich


Hier gab es nicht  Wolken
nur beißender Rauch
mein Gewand band enger
ich stieg hinab nicht hinauf


Eingeweide mürb zerbrochen
grausig was mein Aug erblickt
der Männer Köpfe abgerissen
meine Stimme schier erstickt


Blumen nicht kein Tier kein Halm
nur Menschenknochen und Gebein
weit zerstreut im sumpfigen Land
hört ich klagendes Geschrei


Weiter schreit das Ende naht
vorm Tor befand nun mich
verhüllte enger mein Gesicht
seh des Grauens Abbild ich


Eiskalt über meinen Rücken
spür ich dessen feurige Blicke
doch die guten Seelen sind da
bauen auf für mich die Brücke


Ich seh ihn ja ich habe ihn gefunden
den edlen Stein des Lichts
nun eile ich hinauf in meine Welt
denn dort erwartet man mich


Im Wolkenreich nun angekommen
verleiht man mir die Kraft
mein Ich wurde belebt
durch der Liebe Macht


Vereint wieder zum Ganzen
meine Gestalt nun angenommen
den Höllenfürst besiegt
bin ich zu Hause angekommen


Ich wurde gesandt
in Liebe nun dir
um dich zu beschützen
zu bringen das Licht
in Menschengestalt
so siehst du mich


Nun
weißt
du
wer
Es
ist